

Das Fahrradknotenpunktsystem breitet sich unter der Federführung des Tourismusverbands der Provinz Lüttich immer weiter in alle Ecken unseres Gebiets aus. Im Wesertal wurde ein neuer Abschnitt eröffnet. Darüber hinaus wird im Rahmen der Beziehungen zu den Gebieten, Städten und Gemeinden mithilfe einer zusätzlichen Finanzierung zwischen diesen zwei Ortschaften eine kombinierte Rad- und Wanderroute entstehen. Ziel ist es, noch mehr Menschen attraktive Freizeitmöglichkeiten direkt vor ihrer Haustür zu bieten.
Die Provinz Lüttich setzt über ihren Tourismusverband den Ausbau des Knotenpunktsystems fort, und damit die Beschilderungsarbeiten in Abstimmung mit den Gemeinden. Den Anfang macht das Wesertal: Eine neue Strecke verbindet die Gileppe-Talsperre mit dem Grünhaut-Wald bei Bilstain und führt dabei durch die historische Stadt Limburg. Der Abschnitt wurde inzwischen vollständig ausgeschildert.
Die Wahl dieser Region kommt nicht von ungefähr: Bislang gab es dort keine Knotenpunkte.
Ziel ist es natürlich, das System in Richtung Jalhay, Baelen sowie Stembert, Verviers und Heusy zu erweitern, um die bislang bestehenden Lücken im touristischen Radwegenetz zu schließen.
Der neue Streckenabschnitt verbindet außerdem zwei der „schönsten Dörfer der Wallonie“: Clermont-sur-Berwinne und Limburg. Gleichzeitig ist das Wesertal nun in das Radknotenpunktsystem integriert und damit an das Herver Land sowie an die Linie 38 angebunden.
EINRICHTUNG EINER FAHRRAD-WANDERROUT


Dieser neu ausgeschilderte Abschnitt des Knotenpunktsystems bildet außerdem die Grundlage für ein Projekt, das von der Gemeinde Thimister-Clermont und der Stadt Limburg initiiert wurde. Um den Tourismus in der Region weiter zu fördern, möchten beide Gemeinden eine attraktive Rad- und Wanderroute durch die ländliche Umgebung schaffen. Ihr Name lautet: „La Route des Plus Beaux Villages“, also „Die Route der schönsten Dörfer“.
In diesem Zusammenhang wurde ein Subventionsantrag bei der Provinz Lüttich gestellt, die im Juli 2021 ein grundsätzliches Einverständnis für der Gewährung eines Zuschusses in Höhe von 260.000 € erteilte. Dank dieser finanziellen Unterstützung wird ein Projekt verwirklicht, das Kultur, Tourismus, Kulturerbe, nachhaltige Mobilität und Sport miteinander verbindet. Mit dem offiziellen ersten Spatenstich beginnt nun seine Umsetzung.
Die geplanten Maßnahmen schaffen die Voraussetzungen für eine attraktive touristische Verbindung zwischen Weser und Maas und laden dazu ein, das reiche historische Erbe der beiden zum wallonischen Kulturerbe zählenden Ortschaften zu entdecken. Konkret soll eine bereits bestehende Strecke aufgewertet werden. Auf dem Gebiet der Stadt Limburg beginnt im Frühjahr eine erste Bauphase. Geplant sind die Instandsetzung des Grünhaut-Wegs sowie die Einrichtung eines gemeinsamen Rad- und Fußwegs entlang des Chemin de la Grappe.
In Thimister-Clermont sollen unter anderem ein eigener Weg für den Rad- und Fußverkehr angelegt sowie die Querung der Nationalstraße N3 gesichert werden. Dadurch wird Clermont künftig von Cour La Saulx aus sicher erreichbar sein. Derzeit befindet sich das Vorhaben noch in der Planungsphase. Das Dossier kann daher noch angepasst werden und sollte im September 2024 eingereicht werden. Langfristiges Ziel ist es, eine komfortable Verbindung zwischen Elsaute und Clermont über besser für Radfahrer geeignete Straßen zu schaffen und vor allem eine sichere Querung der N3 zu ermöglichen.
EIN STETIG WACHSENDES NETZ
Mit diesem neuen Abschnitt im Wesertal umfasst das ausgeschilderte Knotenpunktsystem der Provinz Lüttich inzwischen 1.690 Kilometer. Bereits 2026 soll das Netz auf nahezu 2.100 Kilometer anwachsen. Langfristig verfolgt der Tourismusverband der Provinz Lüttich das Ziel, das Knotenpunktsystem im französischsprachigen Teil der Provinz um weitere 800 Kilometer auszubauen. Parallel dazu soll die Modernisierung der Vélo-Tour-Netzes in Zusammenarbeit mit der Tourismusagentur Ostbelgien auf einer Länge von 250 Kilometern abgeschlossen werden. Auf diese Weise soll ein zusammenhängendes Radwegenetz von nahezu 3.000 Kilometern entstehen.