Das Maison du cyclisme Liège-Bastogne-Liège heißt Sie willkommen

Anfang Juli 2024 – knapp drei Monate nach seiner feierlichen Eröffnung im Beisein zahlreicher Radsportgrößen – begrüßte das Maison du cyclisme Liège-Bastogne-Liège bereits seinen 1000. Besucher. Der Erfolg zeigt sich auch daran, dass die Gäste inzwischen aus immer mehr Ländern anreisen.

Das Radsporthaus umfasst acht verschiedene Bereiche auf einer Fläche von 300 m², in denen Sie dank einer ansprechenden Inszenierung und spielerischer Erlebnisse in die Geschichte des Radsports und die Atmosphäre der Rennen eintauchen können.

Der Reiz des Museums liegt auch in seinen einzigartigen Ausstellungsstücken, die die Geschichte zahlreicher großer Radsportchampions erzählen.

So können Sie unter anderem außergewöhnliche Exponate aus der Sammlung von Philippe Gilbert, dem Aushängeschild des belgischen Radsports, entdecken, darunter das Fahrrad, mit dem er das Rennen Lüttich–Bastogne–Lüttich 2011 gewann, die Trophäe von Paris–Roubaix sowie das Gelbe Trikot der Tour de France 2011.

Außerdem können Sie dort eine der Trophäen von Lüttich–Bastogne–Lüttich bewundern, die Bernard Hinault für seinen Sieg erhielt, sowie seine berühmte rote Sturmhaube aus der legendären Ausgabe von 1980.

Diese beiden Exponate thronen stolz in einer Vitrine neben dem Trikot mit dem aufgedruckten Namen und den Farben des Teams Renault Gitane. Hinzu kommen Erinnerungsstücke aus der Karriere von Joseph Bruyère (gelbes C&A-Trikot, Lüttich-Trophäe), Exponate zu den Erfolgen von Eddy Merckx, das Fahrrad und das Bergtrikot von Laurent Jalabert sowie die Medaillen und das Seidentrikot von Ferdinand Bracke, Weltmeister in der Einerverfolgung. Diese und viele weitere Schätze erwarten Sie im Erdgeschoss des ehemaligen Hôtel de la Grotte, das mit viel Liebe zum Detail in ein Museum zur Geschichte des Radsports umgestaltet wurde.

Neu im Museum

Das jüngste Ausstellungsstück ist schlichtweg außergewöhnlich. Der französische Radsportstar Bernard Hinault höchstpersönlich brachte dieses vollständig aus Holz gefertigte Rennrad von Daniel Baclez am 29. August 2024 ins Maison du Cyclisme nach Aywaille.

Als langjähriger Freund des „Blaireau“ (dt. „Dachs“) hatte Daniel Baclez beschlossen, Belgien – und insbesondere Aywaille – die Premiere der Ausstellung dieses Unikats zu reservieren. Das Fahrrad sorgte bereits in der französischen Regionalpresse und im Fernsehen für großes Interesse. Für den Entwurf und die Herstellung investierte der Holzkünstler rund 400 Arbeitsstunden. Als Vorlage diente eine maßstabsgetreue Nachbildung jenes Rennrads, mit dem Bernard Hinault 1980 in Sallanches Weltmeister wurde und das dieser ihm später schenkte.

Zuvor waren die neuesten Neuzugänge des Museums dem Lütticher Radprofi Jean Brankart, dem Zweitplatzierten der Tour de France 1955, gewidmet. Zu den ausgestellten Erinnerungsstücken gehören sein Rennrad, zwei originale Trikots der Teams Geminiani St Raphaël und Eldorado, seine Handschuhe, seine Urkunde als Belgischer Meister in der Einerverfolgung sowie zahlreiche weitere Exponate, die Radsportbegeisterte entdecken können.

Ein in der Wallonie einzigartiges Konzept

Interaktivität steht in den verschiedenen, hervorragend beleuchteten Ausstellungsbereichen im Vordergrund, damit der Besuch sowohl unterhaltsam als auch lehrreich ist. Schlüpfen Sie in einer Kommentatorenkabine in die Rolle eines Sportreporters, erklimmen Sie mithilfe einer Virtual-Reality-Brille gemeinsam mit Philippe Gilbert die Côte de la Redoute oder testen Sie Ihre eigene Kondition auf dem virtuellen Fahrrad.

Dank QR-Codes können Sie mit Ihrem Smartphone außerdem zusätzliche Informationen über berühmte Radsportler, legendäre Rennen sowie die beeindruckenden Zahlen und Statistiken der großen Rundfahrten abrufen.
 

Ein Erlebnis für die ganze Familie – auch Gruppen sind herzlich willkommen

Auch die jüngsten Besucher kommen nicht zu kurz. Für Kinder stehen spielerische Aktivitäten bereit, die den Museumsbesuch abwechslungsreich gestalten. Darüber hinaus erhalten Kinder zwischen 8 und 10 Jahren sowie 10 und 14 Jahren altersgerechte Entdeckerhefte, mit denen sie das Museum gemeinsam mit ihren Eltern oder Begleitpersonen auf spannende Weise erkunden können.
Wenn Sie Radtouristen sind und nach einer Aktivität für Ihren Radsportverein anlässlich eines Ausflugs im Ameltal suchen, ist das Maison du Cyclisme ebenfalls ein ideales Ziel. Nach vorheriger Reservierung über die Website erwartet Ihre Gruppe ein abwechslungsreicher Besuch mit vielen spannenden Gesprächen, interessanten Entdeckungen und jeder Menge Spaß.
 

Ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt

Dieses ambitionierte Großprojekt wäre ohne die bedeutende finanzielle Unterstützung der Provinz Lüttich sowie den engagierten Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Ebenso entscheidend war die enge Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen der Provinz und der Gemeinde Aywaille.

Rund zehn leidenschaftliche Sammler haben ihre privaten Kollektionen dem Maison du Cyclisme zur Verfügung gestellt. Sie tragen außerdem dazu bei, die Ausstellung regelmäßig durch neue Exponate zu ergänzen und so sowohl die Dauerausstellungen als auch die Sonderausstellungen kontinuierlich zu bereichern.

Auch der Royal Cyclist's Pesant Club Liégeois und ASO unterstützen das Maison du Cyclisme. Hinzu kommen die Wallonie, Tourisme Wallonie sowie VISITWallonia, die diese bedeutende touristische Attraktion vermarkten. Nicht zuletzt leistet auch das Maison du Tourisme Ourthe-Vesdre-Amblève einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Projekts.

Öffnungszeiten

  • Montag: 10 bis 17 Uhr
  • Dienstag: 10 bis 17 Uhr
  • Mittwoch: 10 bis 17 Uhr
  • Donnerstag: 13 bis 17 Uhr
  • Freitag: 13 bis 17 Uhr
  • Samstag: 10 bis 17 Uhr
  • Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene ab 12 Jahren 8,00 €
Kinder von 4 bis 12 Jahren 5,00 €
Familienkarte (2 Erwachsene + 2 Kinder) 22,00 € + 4,00 € pro zusätzliches Kind
Gruppen Erwachsene (min. 15 Pers., nur nach Reservierung) 6,00 € pro Pers.
1 Begleitperson kostenlos